Zukunftsschutzgebiet
Stadtraum

Der Werkzeugkoffer für die Stadt von morgen

Nimm' die Kelle selbst in die Hand!

… und in die andere gleich auch den Werkzeugkoffer, denn dann geht das Stadtmachen noch besser. Ausgehend von den Formaten, Veranstaltungen und Learnings der #raumkon19 ist unser Werkzeugkoffer für die Stadt von morgen gespickt mit dem dort entstandenen Wissen.

Noch erstrahlt der Werkzeugkoffer nicht in seinem endgültigen Glanz. Über die kommenden Monate wird er wachsen und gedeihen. Also gern immer mal wieder vorbeischauen!


hacking politics::

Wie man Stadtratsanträge selber schreibt sind wir während der Raumkonferenz 2019 in einem 3-tägigen Workshop mit Norbert Rost nachgegangen. Wie formuliert man einen eigenen (Stadtrats-)Antrag? Wie kann man diesen strategisch sinnvoll in die (Lokal-)Politik einbringen? Dazu soll die folgende Handlungsanleitung Inspirationen und Tipps zur Erarbeitung geben.

–> Hier geht's zur Anleitung <—

Kooperative Stadtentwicklung - eine Mustersprache gemeinsamen Handelns

Das Format der Best Practice-Vorstellung wird gern genutzt, um aufzuzeigen, was alles so möglich ist zur Weltverbesserung. Es bleibt dann aber doch oft stehen als Vorstellung spezifischer Lösungen für bestimmte Situationen. Wie kann man aus diesem Erfahrungspool verallgemeinerte, also für alle Akteur:innen sinnvolle, Musterlösungen generieren?

Bei der #raumkon19 wollten wir das angehen. Dafür haben wir uns gemeinsam mit von urban equipe und Sabine Pfister das Veranstaltungsformat der Fallstudien ausgedacht und diese 1 mal pro Thementrack durchgeführt. Es kamen Vertreter:innen von Beispielprojekten zu Wort, die aus ihren persönlichen Erfahrungen Probleme und Lösungen in verwandten Bereichen zusammengetragen haben. 

Wir haben in den Fallstudien neue Muster generiert, ganz nach dem Prinzip von Christopher Alexander und Silke Helfrich. Gegenstand der Muster sind die Grundfragen gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung: Wie kommen Akteur:innen auf Augenhöhe? Wie bewirkt man eine zukunftsfähige Bodenpolitik? Wie kann ich ernstgemeinte Beteiligung anstoßen?

Es wird eine Anleitung in Form eines Kartenspiels entstehen, welches bei neuen Prozessen, bestimmten Problemlagen oder eingefahrenen Situationen Anstöße geben soll für kreative Lösungen.

Ein unfertiges Muster aus Selbstgemachte XL-Stadtbausteine

Die Muster werden gegenwärtig weitergesponnen in Kooperation zwischen dem Konglomerat e.V. und InterqualityArchitekten aus Augsburg im Rahmen des NKI-Projektes Grünes Schwabencenter. Ziel ist eine Veröffentlichung bis Herbst 2020.


Sneak: Glossar für die Stadt von morgen

NSP feat. #raumkon19

Wer ein Paradigma ändern möchte, braucht einen gemeinsamen Begriffsrahmen. Dieser wurde zur Raumkonferenz 2019 inhaltlich begonnen, durch das Vernetzungstreffen „Stadt gemeinsam gestalten“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik.

Begriffeschleifen im Kraftwerk Mitte Dresden am 19.06.2019. Foto: Ralf Menzel

Begriffeschleifen im Kraftwerk Mitte Dresden am 19.06.2019. Foto: Ralf Menzel

Wir nehmen derzeit nochmal alle Aufzeichnungen vom Rest der Raumkonferenz auseinander, um relevante Begriffe, Inhalte und Definitionen zu finden. Die Ergebnisse übergeben wir dann in Rohform an unsere Freunde von stadtstattstrand, die im Auftrag des BBSR ihre Magie spielen lassen und Ende Juni 2020 das Glossar in Buchform veröffentlichen werden. 

„Koproduktions-Zonen dienen der Überwindung von Differenzen zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft“ __ Leona Lynen vom Haus der Statistik bei Eckpfeiler Zukunftsschutzgebiete
„für das Maß der baulichen Nutzung gibt es zwei Kennziffern: Die Grundflächenzahl – wie viel Prozent ich von diese Grundstück überbauen darf – und die Geschoßflächenzahl, die beschreibt die Baumasse“ __ Prof. Melanie Humann von Urban Catalyst bei Gemeinsam Städte bauen 1x1


Ziele des Glossars:

  • Schaffung einer Grundlage einer sachlicheren Verständigung zwischen neuen und alten Stadtentwicklungsakteuren, zwischen Experten und Laien sowie zwischen Wissenschaft und Praxis
  • Subtile und niedrigschwellige Positionierung der Themen der gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung bei Entscheidern aus Politik und Verwaltung in leicht anwendbarer Form
  • Intensivierung des Austausch stadtentwicklungspolitischer Akteure auf allen Ebenen untereinander und Stärkung gemeinsamer Ziele und konkreter Umsetzungsideen
  • Anstiftung zum Umdenken, nachdenken, umsetzen und machen
  • Einfach Lesbarkeit, Wissensgewinn und Handhabe für eine breite Verbreitung
  • Schaffung eines Werkes von und für möglichst viele Beteiligte

Sneak: Dialog- und Koproduktionsformate selber machen!

Open Source Veranstaltungen für mehr Austausch in der Stadt

Die #raumkon19 beinhaltete vor allem eins: krass viele Veranstaltungen. Neben den klassischen Vorträgen und Podiumsdiskussionen, gab es diverse neue Formate, um andere Formen des Perspektivwechsels und der Kommunikation zu finden. Einige wollen wir hier in ihrem Ablauf und ihrer Vor- und Nachbereitung vorstellen, damit sie an anderer Stelle nachgemacht werden können. Step-by-step und einfach erklärt, mit Support-Kontakten für schwierige Fälle.

… noch ist das aber nicht fertig, bald kommen hier Anleitungen zu:

Extrakte

… sind knappe, meist stichpunktartig zusammengetragene Wissenssammlungen. Sie dienen als Zusammenfassung und helfen dabei, Infos geballt wiederzufinden und mit Diskussionen da weiterzumachen, wo wir bei der #raumkon19 stehen geblieben sind.


Woran wir noch arbeiten…

...Veröffentlichung im ersten Quartal 2020!

Werkzeugkoffer? Gibt's wie Sand am Meer

Wir sind ja nicht die einzigen, die sich gedacht haben: „Och, so ein Werkzeugkoffer für Stadtmacher:innen, das wäre schon praktisch.“ Hier bündeln wir Links zu Know-How, was andere schon gebündelt haben:


Urbane Equipe - Equipment

»Hier findet ihr eine bunte Mischung aus abstrakten Stadtmach-Taktiken, konkreten Umsetzungs-Beispielen und vor allem auch direkt anwendbaren Werkzeugen. Unser Equipment will über Möglichkeiten des Mitwirkens informieren, inspirieren und praktische Starthilfe für euer eigenes Engagement bieten. Denn die Zukunft der Stadt geht uns alle etwas an.«


Civil Society Toolbox

»Tools for Citizens aims at supporting civil society actors, groups and organizations who want to improve how they act, collaborate and create impact. The Toolbox is made for civil society actors who strive for effecting positive social development and who look for new tools and pathways to develop their organization, the work in their team, with their community or with other civil society actors. It addresses teams who want to work with a DIY approach and host their own development workshop. Civil society actors can work with this Toolbox without an external facilitator if there is at least one person in the team who has some facilitation skills and can prepare and host such a workshop. The facilitator guides gives tips & methods for preparing and hosting a workshop and indicates possibilties and limits of the DIY.«


CoWiki des Verbunds Offener Werkstätten

»Gemeinsames Kochbuch mit sämtlichen Zutaten für Offene Werkstätten und ihren Betrieb, um vom Wissen ins Machen zu kommen. Opensource, vernetzt und gemeinsam wird an dieser Rezeptesammlung beständig weiter gearbeitet.«


Stadtstattstrand - Toolbox

Die Toolbox enthält ebenfalls nochmal diverse Werkzeuge, unter anderem:

> Die Freiraum-Fibel - Wissenswertes über die selbstgemachte Stadt

»Die Fibel soll all jenen eine Starthilfe sein, die sich aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt mit einbringen wollen und Lust haben, ihren ganz eigenen Freiraum zu schaffen. Sie informiert über die rechtlichen Bedingungen – von Genehmigungsverfahren über Vertragsgestaltung bis hin zu Haftungsfragen – und gibt zahlreiche Tipps und Beispiele zum Stadtmachen. Außerdem liefert sie gute Argumente, um Sachbearbeiter in den Behörden, Grundstückseigentümer und andere Entscheidungsträger von einer Idee zu überzeugen.«

> Das Raumöffner-Spiel

»Ein Kartenset im Hosentaschenformat mit Tipps und Infos rund ums Stadtmachen – zum selbstausdrucken«

> Das Urban Design Thinking Manual

»Räume beleben, gemeinsam Ideen entwickeln und direkt vor Ort mittels Prototypen testen. Das ist Urban Design Thinking.«


Werkzeugfächer der Mitgestaltung

»Der Werkzeugfächer der Mitgestaltung ist das erste Produkt der Ko-Forschung der Urbanen Liga. Auf knapp 60 Blatt findet sich eine Sammlung formeller und informeller Werkzeuge der Mitwirkung: vom Bürgerbegehren über den kreativen Protest, die bauliche Intervention oder die Temporäre Autonome Zone bis hin zu den Beteiligungsmöglichkeiten in Stadtteilparlamenten oder in Form einer Petition. Mit der Wahl der Begrifflichkeiten “Mitwirkung und Mitgestaltung“ im Titel des Fächers grenzen sich die Akteure der Urbanen Liga dabei bewusst von Begriffen wie Partizipation oder Teilhabe ab und lenken den inhaltlichen Fokus auf Selbstwirksamkeit und koproduktive Ansätze. Der Fächer ist das Ergebnis des Crowdsourcing-Prozesses aus dem zweiten Denklabor der Urbanen Liga, welches im November 2018 im Haus der Statistik am Berliner Alexanderplatz stattfand und wurde im Rahmen einer Ko-Forschung kollektiv ausformuliert. Er richtet sich an alle diejenigen, die aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt teilhaben möchten und sich über die mannigfachen Werkzeuge der Mitgestaltung informieren möchten.«


Arbeitshilfen des Netzwerk Immovielien

Die Arbeitshilfen bieten Immovielienmacher:innen praktische Hilfestellungen bei der Entwicklung und dem Betrieb ihrer Projekte. Es ist eine Zusammentragung von verschiedenen Hilfsmitteln, Websites und Vorlagen. So gibt es Tips für Förderanträge, fürs Schreiben eines Wirtschaftsplans oder zum Planen der nächsten wirkungsvollen Kampagne; ein kostenloser Datenschutzgenerator findet sich genauso wie das 1x1 der Denkmalpflege und der Erklärung sämtlicher Rechtsformen von Gruppen. Einfach mal durchscrollern!


Ihr kennt noch einen Werkzeugkoffer? Dann schreibt uns: raumkon19@konglomerat.org